STEVEN INFERNO
STEVEN INFERNO
Kopf
Satanismus

Die Bibel: Warum das Christentum gefährlich sein kann

Viele Christen bezichtigen Angehörige anderer Religionen als gefährlich und irregeleitet. Nur das Christentum sei die Religion der Nächstenliebe und der Toleranz. Nach wie vor gibt es Christen, die die Unfehlbarkeit der Bibel bekräftigen und dazu aufrufen sich strikt an ihre Gesetze zu halten. Wer sich nicht an die Lehren der Bibel hält sei unmoralisch. Die moralische Bibel beinhaltet unter anderem folgendes:

Von wegen friedlich...

Weil die Israeliten auf ihrem Streifzug durch die Wüste das Land der Amalekiten betraten, wurden sie von denen angegriffen. Gott spricht sein Urteil:
"Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man seiner nicht mehr gedenke." (2. Mose 17, 14)
Todesstrafe für Beleidigung: "Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!" (2. Mose 21, 17) oder "Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft." (Exodus, 21, 17 / Einheitsübersetzung)
Ein alter Hut; "Hexen" müssen sterben: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." (2. Mose 22, 17) oder "Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen." (Exodus 22, 17 / Einheitsübersetzung)
Wer Wahrsagerei betreibt oder die Dienste eines Wahrsagers in Anspruch nimmt, muss sterben: "Gegen einen, der sich an Totenbeschwörer und Wahrsager wendet und sich mit ihnen abgibt, richte ich mein Angesicht und merze ihn aus seinem Volk aus." (3. Mose 20, 6-8, bzw. Levitikus 20, 6-8 / Einheitsübersetzung)
Klar geregelt; Sodomisten müssen auch sterben: "Wer einem Vieh beiwohnt, der soll des Todes sterben." (2. Mose 22, 18) oder "Ein Mann, der einem Tier beiwohnt, wird mit dem Tod bestraft; auch das Tier sollt ihr töten. Nähert sich eine Frau einem Tier, um sich mit ihm zu begatten, dann sollst du die Frau und das Tier töten." (3. Mose 20, 15-16, bzw. Levitikus 20, 15-16 / Einheitsübersetzung)
Auch Homosexualität ist in der Bibel tödlich: "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft (...)" (3. Mose 20, 13, bzw. Levitikus 20, 13 / Einheitsübersetzung)
Passt ja auf, dass ihr nicht mit einer Frau schlaft, die gerade ihre Monatsblutung hat: "Ein Mann, der mit einer Frau während ihrer Regel schläft und ihre Scham entblößt, hat ihre Blutquelle aufgedeckt und sie hat ihre Blutquelle entblößt; daher sollen beide aus ihrem Volk ausgemerzt werden." (3. Mose 20, 18, bzw. Levitikus 20, 18 / Einheitsübersetzung)
Der Herr wünscht Menschenopfer: "Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. So sollst du auch tun mit deinem Stier und deinem Kleinvieh. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du es mir geben." (2. Mose 22, 28-29) Der Einwand dies sei so gemeint, dass der Erstgeborene Priester werden solle, kann in sofern nicht stimmen da der Herr den erstgeborenen Menschensohn in einem Satz mit dem "Stier" und dem "Kleinvieh" nennt. Oder soll das auch zum Priester geweiht werden?
Gott befiehlt einen Eroberungsfeldzug, um den Israeliten neues Land zu geben: "Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Weg und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe. (...) Wirst du (...) auf seine Stimme hören und alles tun, was ich dir sage, so will ich deiner Feinde Feind (...) sein. Ja, mein Engel wird vor dir hergehen und dich bringen zu den Amoritern, Hethitern und Jebusitern, und ich will sie vertilgen." (2. Mose 23, 20 ff.) Natürlich geschieht dies unter anderem auch, um die heidnischen Götterkulte der anderen Völker zu beseitigen: "Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen tun, sondern du sollst ihre Steinmale umreißen und zerbrechen." (2. Mose 23, 24)
Nachdem die Israeliten eine Zeitlang hinter Moses her durch die Wüste gelatscht sind und selbiger sich auf einen Berg verzog, verlangten sie nach einer neuen Perspektive und wandten sich an Aaron. "Auf mach uns einen Gott, der vor uns hergehe! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist (...)" (2. Mose 32, 1) Und Aaron tat was sie verlangten. Er sammelte alles Gold ein und es wurde zu dem berüchtigten goldenen Kälbchen gegossen. Der "gütige Gott" sieht seine Monopolstellung als allmächtiges Wesen gefährdet und rastet aus: "Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt geführt hat. (...) Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge, dafür will ich dich zum großen Volk machen." Der letzte Satz hört sich übrigens so an, als wolle "Gott" Moses klonen, weil die anderen Israeliten zu nichts zu gebrauchen sind. Moses hat aber keine Lust geklont zu werden und will viel lieber bei seinen Liebsten bleiben. Schließlich liegt er dem "gütigen Gott" solange in den Ohren, bis dieser sich ein wenig besänftigen lässt. Erhobenen Hauptes kehrt er zu seinem Volk zurück, um ihnen höchstpersönlich den Unfug auszuprügeln. "Her zu mir, wer dem Herrn angehört!" (2. Mose 32, 26) Und ein Teil des Mobs sammelt sich, um von Moses die Befehle zu empfangen. "Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten." (2. Mose 32, 27) Dank des "gütigen Gottes" sterben an diesem Tag 3000 Mann.
Das Christentum dient in unseren Breiten als moralische Grundlage für übertriebene Eifersuchtszenarien, die man schon als Besitzanspruch des eigenen Partners bezeichnen könnte. Und damit wird das Subjekt zum Objekt. Die Bibel bringt es auf den Punkt: "Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin." (3. Mose 20, 10, bzw. Levitikus 20, 10 / Einheitsübersetzung) oder auch "Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide sterben (...)". (5. Mose 22,22, bzw. Deuteronomium 22, 22 / Einheitsübersetzung) Ebenso mit dem Tod bestraft wird der Beischlaf mit der Verlobten eines anderen: "Wenn ein unberührtes Mädchen mit einem Mann verlobt ist und ein anderer Mann (...) sich mit ihr hinlegt, dann sollt ihr beide zum Tor dieser Stadt führen. Ihr sollt sie steinigen und sie sollen sterben (...)". (5. Mose 22, 23-24, bzw. Deuteronomium 22, 23-24 /Einheitsübersetzung).
Einen Israeliten darf man nicht versklaven. Wenn man jemanden versklaven will, dann muss man dafür andere Völker nehmen: "Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe. Darum soll man sie nicht als Sklaven verkaufen. (...) Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, sollst du sie kaufen von den Völkern, die um euch her sind, und auch von den Beisassen, die als Fremdlinge unter euch wohnen, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen. Die mögt ihr zu eigen haben (...)." (3. Mose 25, 39 ff)
Die Israeliten gaben sich der Sünde hin und trieben Unzucht mit den Töchtern der "Moabiter", welche den "Baal-Peor" anbeteten. Das passt dem "gütigen Gott" gar nicht und so lässt er eine Plage auf die Israeliten los und beauftragt sein Schoßhündchen Moses, den Ungläubigen zu zeigen wo der Hammer hängt: "Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor dem Herrn auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des Herrn von Israel wende. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben." (4. Mose 25, 4-5) Weil Pinhas besonders gut gemordet hatte, ist der Herr nun zufrieden und beendet die Plage: "Da hörte die Plage auf unter den Kindern Israel. Es waren aber durch die Plage getötet wurden vierundzwanzigtausend." (4. Mose 25, 8-9) Dieser Mord wird übrigens später von Jahwe gegenüber dem Propheten Jeremia damit gerechtfertigt, dass die Moabiter dem "Baal-Peor" Kinder geopfert haben sollen: "(...) weil sie mich verlassen und diese Stätte einem fremden Gott gegeben und dort anderen Göttern geopfert haben (...) und weil sie die Stätte voll unschuldigen Blutes gemacht und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre Kinder dem Baal als Brandopfer zu verbrennen, was ich weder geboten noch geredet habe, und was mir nie in den Sinn gekommen ist." (Jeremia 19, 4-5) Lag es daran, dass die Israeliten fremd beteten? Oder lag es an den angeblichen Kinderopfern? Soll sich jeder selbst ein Urteil bilden...
Der Herr mag die "Midianiter" ganz und gar nicht: "Übe Rache für die Kinder Israel an den Midianitern (...)" (4. Mose 31, 2). Und Gottesdiener Moses schreitet zur Tat: "Und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der Herr es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war. (...) Und die Kinder Israels nahmen gefangen die Frauen der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie und verbannten mit Feuer alle ihre Städte (...)." (4. Mose 31, 7-11). Moses wird aber erst richtig warm und ist ziemlich sauer, weil seine Generäle viel zu weich sind und das Volk der Midianiter doch schuld sei, dass sich seine Leute damals unzüchtig verhielten: "Und Moses wurde zornig über die Hauptleute des Heeres (...) und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? (...) So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind (...)." (4. Mose 31, 14-19) Warum er die Jungfrauen leben lässt? Na habt ihr so wenig Fantasie? Die Jungfrauen sind zur Entspannung: "(...) aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." (4. Mose 31, 18)
Erlaubter Kindermord? "Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört (...). Dann sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und er soll sterben." (Deuteronomium 21, 18-20 / Einheitsübersetzung)
Sind Christen niemals zornig? Vergeben sie immer? "Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Ich will sie zerschmettern, dass sie nicht mehr aufstehen können; sie müssen unter meine Füße fallen." (Psalm 18, 38-39)
Manche Menschen im Lande Israel scheinen auch offen für andere Götter zu sein, was dem Herrn überhaupt nicht schmeckt: "Du Menschenkind, hebe deine Augen auf nach Norden. (...) Große Greuel sind es, die das Haus Israel hier tut, um mich von meinem Heiligtum zu vertreiben." (Hesekiel 8, 6) Wer den Christengott anbetet soll verschont bleiben, wer sich einem anderen Glauben hingibt, der soll sterben, beschließt der "gütige Gott". Zu diesem Zweck soll jeder "Gläubige" ein Zeichen auf die Stirn gemalt bekommen, damit der anschließende christliche Attentäter-Mob nicht aus Versehen den falschen umbringt. Aus diesem Grund erklärt er es seinen hirnlosen Sklaven noch einmal ganz genau: "Geht ihm nach durch die Stadt und schlagt drein; eure Augen sollen ohne Mitleid blicken und keinen verschonen. Erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot; aber die das Zeichen an sich haben, von denen sollt ihr keinen anrühren." (Hesekiel 9, 5-6)

Von wegen frei; Menschen sind Sklaven...

Gott war langweilig, deswegen erschuf er sich ein schönes Terrarium genannt "Erde". Aber auch das wird langsam langweilig, hat er doch bereits haufenweise Tiere und sogar zwei Menschen erschaffen. Nur für seine Haustiere sorgen bringt nicht den wirklichen Kick; man muss ihnen auch mal zeigen wer das Sagen hat. Als Prüfung pflanzt er einen Baum der klug macht, seinen ganz speziellen Baum, mit dem nur er spielen darf. Doch siehe: Das Menschenpack klaut Äpfel und gehorcht nicht - endlich mal eine Abwechslung. Grinsend verhängt er ein paar sadistische Strafen: "Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären." (1. Mose 3, 16) Adam kommt natürlich auch nicht davon: "Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang." (1. Mose 3, 17)
Die Bürger der Städte "Sodom" und "Gomorra" genießen ihr Leben. Orgien werden gefeiert wie im alten Rom. Das passt dem "gütigen Gott" gar nicht. Aber für jedes Problem gibt es eine Lösung. Gott beschließt beide Städte restlos auszulöschen und geht frisch ans Werk: "Da lies der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war." (1. Mose 19, 24-25)
Gott erklärt Moses den Wert von Menschen- und Tieropfern: "Einen Mann von zwanzig bis sechzig Jahren sollst du schätzen auf fünfzig Lot Silber nach dem Gewicht des Heiligtums, eine Frau auf dreißig Lot Silber." (3. Mose 27, 1 ff.) Und so weiter, und so weiter... Haarklein listet er auf, welcher Mensch wieviel Lot Silber wert ist. Aber wenn der "gütige Gott" mal beim "schätzen" nicht helfen kann, so möge man sich doch bitte an einen Priester wenden (vgl.: 3. Mose 27, 8).
Der "Herr dein Gott" sieht es gar nicht gern, wenn du ihm nicht deine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lässt. Im vierten Buch Mose, Kapitel 15 gibt er unendlich lange Anweisungen wie, wann und wo man ihm was zu opfern habe. Hoffentlich hatte Moses einen Zettel dabei; das kann sich ja keiner merken. Wer damit allerdings durcheinander kommt, könnte Ärger kriegen. Der "gütige Gott" macht eine Ausnahme zwischen versehentlichen Verstößen und mutwilligen Verstößen. Wer vorsätzlich die Regeln des Herrn missachtet, kann sich warm anziehen: "Wenn aber ein Einzelner aus Vorsatz frevelt, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, so hat der den Herrn geschmäht. Er soll ausgerottet werden aus seinem Volk; denn er hat des Herrn Wort verachtet und sein Gebot gebrochen. Ja, der soll ausgerottet werden; seine Schuld bleibt auf ihm." (4. Mose 15, 30-31) Leere Worte? Niemals. Der erste Unglückliche fand sich sofort und es wird zur Tat geschritten: "Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der Holz auflas am Sabbattag. (...) Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar bestimmt, was man mit ihm tun sollte. Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager." (4. Mose 15, 32 ff.) Selbstverständlich wurde der arme Ungläubige vom Pöbel gesteinigt, wie es der Wille des Herrn war.
Die Söhne Levi und die Söhne Rubens haben es satt unter Moses zu dienen und treten für mehr Rechte ein: Jeder aus dem Volke Israel sollte Priester werden dürfen. "Ist's nicht genug, dass du uns aus dem Lande geführt hast, darin Milch und Honig fließt, und uns tötest in der Wüste? Musst du auch noch über uns herrschen?" (4. Mose 16, 13) Moses sieht seine und Aarons Stellung als alleinige Mittler zwischen dem "Herrn" und dem dummen Volke gefährdet und geht bei Gott petzen. Er soll dafür sorgen, dass es keinen Aufstand gibt. "Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach: Scheidet euch von dieser Gemeinde, damit ich sie im Nu vertilge." (4. Mose 16, 20-21) Moses und Aaron meinten aber, dass es ausreiche wenn nur die Anhänger des Aufstandes vernichtet werden. Der Rest des Volkes solle doch verschont bleiben. Anschließend hält Moses dem nachdenklich gestimmten Volke eine Moralpredigt und kündigt ihnen an, was mit denen passiert die ihm immer noch nicht folgen wollen. Ein paar glauben es natürlich immer noch nicht und so kommt wie es kommen muss: "Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriss die Erde unter ihnen und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen (...). Und Feuer fuhr aus von dem Herrn und fraß die zweihundertfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten." (4. Mose 16, 31 ff.) Am nächsten Morgen allerdings hat sich der Schrecken gelegt und die ersten Stimmen werden laut, dass dies ziemlich ungerecht gewesen sei. "Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel gegen Mose und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt des Herrn Volk getötet." (4. Mose 17, 6) Dem "gütigen Gott" wird es langsam lästig: "Und der Herr redete mit Mose und sprach: Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu vertilgen!" (4. Mose 17, 9-10) Wie alle?, denkt sich Moses und macht sich schnell daran "Sühne" für sein Volk zu tun. Denn wenn Gott alle vernichtet, über wen soll er dann herrschen? "Und Aaron tat, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde; und siehe, die Plage hatte schon angefangen unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für das Volk (...). Da wurde der Plage gewehrt. Die aber gestorben waren an der Plage, waren vierzehntausendsiebenhundert (...)." (4. Mose 17, 12 ff.)
Moses hält Anekdoten darüber, was alles für Plagen auf einen zukommen, wenn man dem Herrn nicht gehorcht: "Verflucht wirst du sein in der Stadt, (...) auf dem Acker. (...) dein Korb und dein Backtrog. (...) die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers, das Jungvieh deiner Rinder und Schafe." (5. Mose 28, 16 ff.) Außerdem schickt der Herr an die Ungehorsamen folgendes: "(...) Unfrieden, Unruhe und Unglück (...) bis du vertilgt bist und bald untergegangen bist um deines bösen Treibens willen (...). Der Herr wird dir die Pest anhängen (...). (...) dich schlagen mit Auszehrung, Entzündung und hitzigem Fieber, Getreidebrand und Dürre (...)." (5. Mose 18, 20 ff.) Und so weiter und so weiter. Außerdem musst du zusehen, wie deine Freundin vergewaltigt werden würde (vgl.: 5. Mose 28, 30), wie deine Kinder weggegeben werden würden (vgl.: 5. Mose 28, 32) und außerdem hetzt er dir so viele Feinde auf den Hals, dass du dich verstecken und dich vom Fleisch deiner Familie ernähren wirst. Guten Appetit: "Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter (...) essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird." (5. Mose 28, 53)
Wer ungehorsam ist wird grausam bestraft: "Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden." (Hosea 14, 1)
Jeptah macht dem Herrn ein Angebot: Sollte er ihm helfen die Ammoniter zu besiegen und dafür sorgen, dass Jeptah mit heiler Haut nach Haus zurück kommt, so will er dem Herrn das opfern "was aus seiner Haustür ihm entgegengeht". Na was kann wohl gehen und ihm aus seiner Haustür entgegenkommen? Gott nimmt den Kuhhandel an und will kurz darauf sein Opfer haben: "Als nun Jeptah nach Mizpa zu seinem Hause kam, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind (...)." (Richter 11, 34) Er hat nur eine Tochter - sonst keine Kinder - aber wundert sich, dass ausgerechnet sie aus dem Haus kommt... Na egal. Versprochen ist versprochen und das Mädel darf jetzt für ihren Vater sterben, was sie auch bereitwillig tut: "Da ging sie hin mit ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. Und nach zwei Monaten kam sie zurück zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte (...)." (Richter 11, 39)
Sklave sein ist gottgefällig: "Wenn du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken; auch wenn du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter. Denn wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist Freigelassener des Herrn." (1. Korinther 7, 21-22 / Einheitsübersetzung) oder "Alle, die das Joch der Sklaverei zu tragen haben, sollen ihren Herren alle Ehre erweisen, damit der Name Gottes und die Lehre nicht in Verruf kommen. Wer aber einen gläubigen Herrn hat (...) diene ihm noch eifriger; denn sein Herr ist gläubig und von Gott geliebt und bemüht sich, Gutes zu tun." (1. Timotheus 6, 1-2 / Einheitsübersetzung) Gehorsame Sklaven werden im Christentum aber wenigstens gut behandelt: "Ihr Herren, handelt in gleicher Weise gegen eure Sklaven! Droht ihnen nicht! Denn ihr wisst, dass ihr im Himmel einen gemeinsamen Herrn habt." (Epheser 6, 9 / Einheitsübersetzung) Letztendlich sind Menschen also alle Sklaven, unter einem gemeinsamen Herrn. Fairerweise muss hier noch erwähnt werden, dass Luther "1. Korinther 7" anders übersetzte.
Ein für allemal; Sklaven haben zu gehorchen: "Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren in allem! Arbeitet nicht nur, um euch bei den Menschen einzuschmeicheln und ihnen zu gefallen, sondern fürchtet den Herrn mit aufrichtigem Herzen!" (Kolosser 3, 22 / Einheitsübersetzung)
Jesus fordert als "Sohn Gottes" natürlich absoluten Gehorsam von den Menschen. Für ihn ist ein Beweis des Gehorsams gleichzeitig ein Beweis der Treue. Wer nicht gehorcht erhält keine Erlösung vor seinem Vater, dem "gütigen Gott" des Alten Testaments: "Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." (Matthäus 10, 32 ff.)
Kritisiert ihr manchmal totalitäre Regime? Fandet ihr die Methoden der SED in der DDR nicht gerechtfertigt? Lest was die Bibel schreibt: "Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung (...)." (Römer 13, 1-2)
Den Sündern / Ungehorsamen wird gedroht: "Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine Füße sind gleichwie goldnes Erz: (...) Und ich habe ihr Zeit gegeben, dass sie sollte Buße tun, und sie will nicht von ihrer Unzucht lassen. Siehe, ich werfe sie auf ihr Bett und werfe in große Trübsal, die mit ihr die Ehe gebrochen haben, (...) und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen. (...) Und wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen (...)." (Offenbarung 2, 18-27)

Von wegen Gleichberechtigung; Frauen sind die Sklaven der Sklaven...

Nach dem Sündenfall wird die Rollenverteilung zugewiesen. So spricht der Herr zu Eva: "Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein." (1. Mose 3, 16)
Als zwei Engel Lot besuchen, um ihn vor der bevorstehenden Vernichtung seiner Stadt zu warnen, werden selbige von dem notgeilen Mob belästigt, der vor dem Haus Stellung bezogen hat. Um die Engel zu schützen, bietet er bereitwillig seine Töchter an: "Siehe, ich habe zwei Töchter, die wissen noch von keinem Manne; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefällt (...)." (1. Mose 19, 8)
Die Tochter eines Priesters darf auf keinen Fall zu einer "Dirne" werden, was immer das heißt. Wahrscheinlich ist damit vorehelicher Sex gemeint: "Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater, sie soll im Feuer verbrannt werden." (Levitikus 21, 9 / Einheitsübersetzung)
Frauen sind ungefähr fünfzig Silbermünzen wert, sagt die Bibel: "Wenn ein Mann einem unberührten Mädchen, das noch nicht verlobt ist, begegnet, sie packt und sich mit ihr hinlegt und sie ertappt werden, soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, dem Vater des Mädchens fünfzig Silberschenkel zahlen und sie soll seine Frau werden (...)." (Deuteronomium 22, 28-29 / Einheitsübersetzung)
Frauen dürfen im Kampf nicht die "Schwachstelle" der Männer ausnutzen: "Wenn zwei Männer (...) miteinander raufen und die Frau des einen hinzukommt, um ihren Mann (...) zu befreien, und wenn sie die Hand ausstreckt und dessen Schamteile ergreift, dann sollst du ihr die Hand abhacken." (Deuteronomium 25, 11 / Einheitsübersetzung)
Gott ist sauer auf David, weil dieser einen Mann erschlug und dessen Frau schändete. Auge um Auge, denkt sich Gott und hat die passende Strafe parat: "Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen (...) und will deine Frauen nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, dass er bei ihnen liegen soll vor der lichten Sonne. Denn du hast's heimlich getan, ich aber will dies tun vor ganz Israel und im Licht der Sonne." (2. Samuel 12, 11-12)
So ist das mit den Frauen: Nie lassen sie sich was sagen, nie lesen sie ihren Ehemännern jeden Wunsch von den Augen ab und nie halten sie sich an Gottes Rollenverteilung (vgl. 1. Mose 3, 16). So auch das Weib eines Leviten, der im Gebirge Ephraim wohnt. Das Mädel, das er sich als "Nebenfrau" (neben wieviel anderen Frauen? - kleiner Scherz) in Bethlehem besorgte, hat irgendwie keinen Bock mehr auf ihn: "Und als sie über ihn erzürnt war, lief sie sie von ihm fort zu ihres Vaters Hause nach Bethlehem in Juda und war dort vier Monate lang." (Richter 19, 2) Nach vier Monaten fällt ihm auf, dass irgendetwas fehlt. Was könnte das sein... hmm... Bingo: Die Frau aus Bethlehem. Also schnell den Esel gesattelt, ein paar Blumen mitgenommen und los geht die Reise, um das Mädchen zurückzuholen. Der Vater, sichtlich von seiner Tochter genervt, erwartet ihn schon mit offenen Armen und nimmt ihn als seinen Gast auf. Nach ein paar Tagen nimmt der Levite schließlich seine "Nebenfrau" mit und macht sich auf den Weg. Schnell wird es dunkel und er beschließt in Gibea zu nächtigen, wo er von einem alten Mann aufgenommen wird. Die örtlichen Sexualstraftäter scheinen sein Ankommen bemerkt zu haben, wollen aber nicht seine "Nebenfrau", sondern ihn selber haben. Schnell ist das Haus des Gastgebers vom perversen Pöbel umstellt. "Gib den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, dass wir uns über ihn hermachen." (Richter 19, 22) Ein männlicher Gast darf nicht besprungen werden; das ist "großes Unrecht!" Also muss eine Lösung her: "Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser hat eine Nebenfrau, die will ich euch herausbringen. Die könnt ihr schänden und mit ihnen tun, was euch gefällt, aber an diesem Mann tut nicht solch eine Schandtat!" (Richter 19, 24) Aber die Perversen wollen heute keine Frauen, sondern lieber einen knackigen Männerhintern und machen weiter Randale. Bevor die noch meinen Hintern entjungfern, muss meine Frau ran, denkt sich der Levite. Vielleicht geben die dann Ruhe: "Da fasste der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus. Die machten sich über sie her und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen." (Richter 19, 25) Der Levite nimmt dann am nächsten Morgen den Körper seiner Nebenfrau mit nach Hause. Und dort hat er eine geniale Idee: "Als er nun heimkam nahm er ein Messer, fasste seine Nebenfrau und zerstückelte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels." (Richter 19, 29) Dieses Weichei von einem Leviten, das sich vorher hinter seiner Nebenfrau versteckt hat, will mit dieser Aktion das ganze Volk Israels aufrufen, Krieg gegen die Benjaminiter zu führen und die Stadt Gibea auszulöschen. Natürlich fragen die Israeliten vorher Gott um Rat, welcher ihnen befiehlt in den Krieg zu ziehen - allerdings kein Sterbenswörtchen über den feigen Leviten verliert, der indirekt seine Nebenfrau umgebracht hat, indem er sie "vorschickte".
Weil ein Levite zu feige war sich selbst zu verteidigen und seine Frau perversen Triebtätern überlies, haben alle Stämme Israels auf einer Versammlung in der Stadt Mizpa beschlossen den Stamm "Benjamin" zu vernichten. Ein Stamm wollte aber nicht mitkämpfen und so wurde selbiger kurzfristig auch noch schnell platt gemacht: "Da sandte die Gemeinde zwölftausend streitbare Männer dorthin und gebot ihnen: Geht hin und schlagt mit der Schärfe des Schwerts die Bürger von Jabesch in Gilead mit Weib und Kind. (...) Und sie fanden bei den Bürgern von Jabesch in Gilead vierhundert Mädchen, die Jungfrauen waren (...) Die brachten sie ins Lager nach Silo, das da liegt im Lande Kanaan." (Richter 21, 10 ff.) Nachdem mit Hilfe des Herrn alle vernichtet waren, zeigten sie plötzlich Reue. Immerhin haben sie einen ihrer eigenen Stämme vernichtet. Aber halt: Nicht ganz. Ein paar verkrüppelte Kriegsveteranen haben ja das Gemetzel überlebt und um den Stamm zu erhalten brauchen sie ja keine Arme oder Beine, sondern nur ein funktionierendes Fortpflanzungsorgan zwischen den Lenden. Weil das ganze Theater aber erst mit einer Frau anfing, erschlugen die Israeliten alle Frauen der Benjaminiter - sozusagen ausgleichende Gerechtigkeit. Nun ist aber keine Frau mehr da, die für den Stamm Benjamin Nachfahren gebären kann, schließlich mussten die Stämme Israels dem Herrn schwören keine ihrer Frauen an den Stamm Benjamin hinzugeben. "(...) denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, wer den Benjaminitern Frauen gibt!" (Richter 21, 18) So ein Glück, dass sich die Männer von Jabesch in Gilead vor dem Krieg gedrückt hatten und somit auch Gott nicht schworen konnten, keine ihrer Frauen mit den Benjaminitern zu verheiraten. Nun kann man die geraubten Jungfrauen aus Silo holen und sie mit den Benjaminitern vermählen.
Frauen haben gefälligst ihren Männern zu gehorchen: "Ich lasse euch aber wissen, dass Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt (...)." (1. Korinther 11, 3) Christen, die oft den muslimischen Glauben kritisieren wissen scheinbar nicht, dass christliche Frauen sich auch verhüllen müssen. Zumindest wenn sie beten: "Eine Frau aber, die da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt (...). Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr auch das Haar ab." (1. Korinther 11, 5 ff.) Im Neuen Testament steht es ganz klar: "Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz." (1. Korinther 11, 7)
"Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt." (1. Korinther 14, 34) Falls eine Frau Fragen hat, soll sie gefälligst ihren Mann fragen, aber die Gemeinde nicht nerven: "Es steht der Frau übel an, in der Gemeinde zu reden. Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen?" (1. Korinther 14, 35-36)
Paulus erklärt es in seinem Brief an die Epheser noch einmal genau: "Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde ist Christus untertan, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen." (Epheser 5, 22-24) Amen!
"Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung." (1. Timotheus 2, 11) Außerdem dürfen Frauen nicht unterrichten: "Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie sich über den Mann erhebe, sondern sie sei stille." (1. Timotheus 2, 12) Soso. Also liebe Ordensschwestern und Religionslehrerinnen... Ihr dürft überhaupt nicht unterrichten! Wusstet ihr das nicht?
"Desgleichen sollt ihr Frauen euren Männern untertan sein (...)." (1. Petrus 3, 1) Immer das gleiche. Wen wundert es da noch, dass die katholische Kirche keine Priesterinnen wünscht? Wer es immer noch nicht verstanden hat, der lese den Brief an die Kolosser: "Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt." (Kolosser 3, 18 / Einheitsübersetzung)

Von wegen Toleranz...

Wer andere Götter anbetet, ist sowieso verdammt. Aber wer auch noch andere dazu verführen will, kriegt ernste Probleme: "Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau (...) oder dein Freund (...) heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen (...), so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. (...) Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks. Man soll ihn zu Tode steinigen (...)." (5. Mose 13, 7-10) oder "Wenn in deiner Mitte (...) ein Mann - oder auch eine Frau - lebt, der tut, was in den Augen des Herrn, deines Gottes, böse ist, (...) anderen Göttern dient und sich vor ihnen niederwirft (...) dann sollst du diesen Mann oder diese Frau, die den Frevel begangen haben, (...) zu einem deiner Stadttore führen und steinigen und sie sollen sterben." (Deuteronomium 15, 2-5 / Einheitsübersetzung)
Ein Christ darf weder nett noch gastfreundlich zu einem Atheisten/Andersgläubigen sein: "Wer weitergeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht (...). So jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus und grüßet ihn auch nicht. Denn wer ihn grüßt, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke." (2. Brief d. Johannes, 9 ff.)
Paulus, ein Apostel Jesu, schreibt hier Titus was er von Andersgläubigen hält: "Denn es sind viel Freche, unnütze Schwätzer und Verführer (...) welchen man muss das Maul stopfen, die da ganze Häuser verkehren und lehren, was nicht taugt, um schändlichen Gewinnes willen." (Titus 1,10-11)

Jesus bekräftigt die von Jahwe erlassenen Gesetz

Die Christen sehen es gar nicht gern, wenn man sie auf die teilweise unmenschlichen Gebote von Jahwe und dessen Propheten verweist, die unter anderem die Hexenverbrennungen und die Gewalt gegen Andersgläubige verharmlosen - ja sogar rechtfertigen können. Das Alte Testament sei, so die Christen, lediglich der geschichtliche Hintergrund für das eigentliche Gesetz, welches durch Jesus Christus begründet wird. Die unmenschlichen Gebote des Alten Testaments hätten demnach keinerlei Bedeutung. Im Neuen Testament bekräftigt Jesus aber die vorangegangene Propheten und Gebote: "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis dass es alles geschehe." (Matthäus 5, 17-18) Die Gesetze der Propheten haben also nach wie vor Gültigkeit. Mehr noch: Die Gesetze sind perfekt und man muss sich genau daran halten: "Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich." (Matthäus 5, 19) Zur Not hat das Neue Testament ja auch einiges zu bieten, wie ich gezeigt habe.

Was viele Christen scheinbar nicht wissen...

Die Moslems essen kein Schweinefleisch. Auch für Christen gibt es Ernährungsvorschriften: "Von Rind, Schaf oder Ziege dürft ihr keinerlei Fett essen." (Levitikus 7, 23-24 / Einheitsübersetzung) Also für den bibeltreuen Christen gilt: Kein Rind- und Ziegenfleisch oder Schafsmilch konsumieren. Denn Fett in tierischen Produkten lässt sich wohl kaum vermeiden. Blutwurst ist wohl auch tabu: "Wo immer ihr wohnt, dürft ihr kein Blut genießen, weder von Vögeln, noch vom Vieh. Wer Blut genießt, soll aus seinen Stammesgenossen ausgemerzt werden." (Levitikus 7, 26-17 / Einheitsübersetzung) Außerdem noch folgende Gesetze: "Jedoch dürft ihr von den Tieren (...) Folgende nicht essen: Ihr sollt für unrein halten das Kamel, (...) den Klippdachs, (...) den Hasen, (...) das Wildschwein, (...). Ihr dürft von ihrem Fleisch nicht essen und ihr Aas nicht berühren (...). (...) alles Kleingetier des Wassers und alle Lebewesen, die im Wasser leben und keine Flossen oder Schuppen haben, seien euch abscheulich." (Levitikus 11, 1-12 / Einheitsübersetzung) Dazu zählen ja auch die Krebse. Christen dürften demnach kein Hummer- oder Krebsfleisch essen.
Recht amüsiert war ich über eine (jugendliche) evangelikale Christin, die dem geneigten Zuschauer erklärte, warum es besser sei sich als Frau zu verhüllen. Denn man müsse die Männer ja nicht "unnötig reizen". Die Dame trug eine Jeanshose. Fanatische Christinnen, die Hosen tragen... Sehr interessant, sagt doch die Lutherbibel: "Eine Frau soll nicht Männersachen tragen und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel." (5. Mose 22, 5)
Das Maultier ist nicht gottgefällig. Ebenso der Maulesel nicht. Gute Christen dürfen die Vermischung zweier Arten niemals zulassen, weder bei Tieren, noch bei Pflanzen: "Unter deinem Vieh sollst du nicht zwei Tiere verschiedener Art sich begatten lassen. Dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Arten besäen. Du sollst kein aus zweierlei Fäden gewebtes Kleid anlegen." (Levitikus 19,19 / Einheitsübersetzung) Ob fanatische Christen wirklich darauf achten nur Klamotten zu tragen, die nicht aus zwei unterschiedlichen Materialien gefertigt wurden?

Lustiges

Gottes Wege sind unergründlich? Von wegen. Diese Bibelstelle erklärt die Stimmungsschwankungen des Herrn: "Wenn ihr (...) dem Herrn Feueropfer darbringen wollt von Rindern oder von Schafen (...) um dem Herrn einen lieblichen Geruch zu bereiten, dann soll, wer nun seine Gabe dem Herrn opfern will, als Speiseopfer ein Zehntel feinstes Mehl dazutun, vermengt mit einer viertel Kanne Öl, und als Trankopfer auch eine viertel Kanne Wein zu dem Brandopfer (...). Das sollst du dem Herrn zum lieblichen Geruch opfern." (4. Mose 15, 3 ff.) Das Gemisch haut bestimmt voll rein.